Lymphologicum

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Lipödem - Diagnostik

Wie erkennt man ein Lipödem?

Viele Lipödeme werden nicht erkannt und deshalb falsch oder gar nicht behandelt. Typisch für Lipödeme ist:

  • Fast nur Frauen sind betroffen.
  • Die Körperhälften sind gleich dick (symmetrisch).
  • Die Haut „spannt", Druck auf das Lipödem tut weh, hinterlässt aber keine Dellen. Das Lipödem wird auch Lipohypertrophia dolorosa (schmerzhafte Fettvermehrung) bezeichnet.
  • Oberschenkel und Po sind am häufigsten betroffen, als erstes zeigen sich „Reiterhosen". Typisch sind feste Polster innen an den Oberschenkeln oder Beine, die wie gerade Säulen bis zu den Fesseln gehen. Lipödeme an den Armen sind anfangs seltener, sie kommen eher im Lauf der Erkrankung hinzu.
  • Die Fettansammlung ist unproportional, z.B. haben manche Patientinnen bei Hosen zwei bis drei Kleidergrößen mehr als bei Blusen oder trotz dicker Beine sind ihre Fesseln und Füße schlank.
  • Viele Betroffene bekommen Blutergüsse schon bei leichtem Anstoßen.
  • Im Verlauf der Erkrankung kommt eine Cellulite („Orangenhaut") hinzu.
  • Häufig treten feine Krampfadern („Besenreißer") auf.

Womit kann man ein Lipödem verwechseln?

Für einen Arzt mit lymphologischem Fachwissen ist es kein Problem, ein Lipödem richtig zu erkennen. Wenn Sie möglicherweise betroffen sind, wenden Sie sich also unbedingt an einen Experten, denn: Dick ist nicht gleich dick.
Dazu kommt, dass Lipödeme sowohl die Folge einer anderen Fettverteilungsstörung sein können als auch andere Erkrankungen wie Adipositas oder Lymphödeme nach sich ziehen können. Bei der Untersuchung wird der Arzt also auch nach der Entwicklung der dicken Stellen fragen. Manche Lipödem-Krankengeschichte lässt sich bis in die Pubertät zurückverfolgen, schon auf Fotos aus schlanken Zeiten lassen sich die Verdickungen ausmachen.

Von folgenden anderen Erkrankungen und Fettverteilungsstörungen muss ein Lipödem unbedingt abgegrenzt werden: