Lymphologicum

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Lymphödem - Diagnostik

Es gibt verschiedene Lymphödeme, sie entwickeln sich verschieden schnell, manche über Jahrzehnte und sie sind mit ähnlich aussehenden Erkrankungen zu verwechseln, z.B. dem Lipödem.

Für die Therapie ist es sehr wichtig, dass die richtige Form des Lymphödems diagnostiziert wird. Leider ist die Lymphologie ein Stiefkind der Medizin, nur wenige Ärzte und Therapeuten verfügen hier über das notwendige Spezialwissen. Das Lymphologicum ist angetreten, dies zu verbessern. Als Patient können Sie Ihren Beitrag leisten, indem Sie sich über Ihr Erkrankungsbild informieren. Bei erfolgloser Therapie sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen und um die Überweisung an einen Spezialisten bitten.

Die Schwellung eines Lymphödems ist anfangs blass und weich. Ein Fingerdruck tut nicht weh, hinterlässt aber eine Delle. Die betroffenen Gliedmaßen fühlen sich schwer an und sind nicht mehr uneingeschränkt beweglich. In fortgeschrittenen Stadien werden die Schwellungen immer dicker, das Gewebe infolge von Ablagerungen immer härter, die Beweglichkeit ist deutlich eingeschränkt und die Patienten bekommen Schmerzen.

Am Bein beginnt ein Lymphödem oft an den Zehen und am Vorfuß. Als Test wird versucht, die obere Haut der zweiten Zehe mit zwei Fingern anzuheben. Wenn das nicht mehr gelingt, weil das Gewebe prall geschwollen ist, spricht man vom „Stemmer'schen Zeichen". Es ist ein typisches Zeichen für ein Lymphödem, jedoch: Auch wenn das Stemmer'sche Zeichen negativ ist, kann ein Lymphödem vorliegen.