Lymphologicum

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Adipositas

Adipositas ist starkes Übergewicht. Es kann den ganzen Körper betreffen, beginnt aber oft rund um den Rumpf. Das Fettgewebe ist weich und tut auf Druck nicht weh. Adipositas kann durch mehr Bewegung und weniger Essen reduziert werden.
Schwierig für die Diagnose eines Lipödems ist, dass viele Patientinnen ihre Figur schon „aufgegeben" haben und deshalb zusätzlich adipös wurden: Wenn Diät und Sport immer erfolglos gegen die „Problemzonen" waren, warum sollten sie sich dann noch bemühen?
Beim Vorliegen einer Adipositas zusätzlich zu einem Lipödem sollten Betroffene unbedingt abnehmen, da Adipositas die Lipödem-Folgen noch verschlimmert.
Außerdem besteht bei Adipositas, besonders bei einer großen „Fettschürze" an Bauch und Hüften, die Gefahr, dass zusätzlich Lymphödeme und Venenprobleme in den Beinen hinzukommen.

Angiitis

Angiitis ist der medizinische Fachausdruck für die Entzündung von Blutgefäßen oder Lymphgefäßen. Die Lymphangitis (auch Lymphangiitis), ist eine Entzündung der Lymphbahnen von Haut und Unterhautfettgewebe. Sie wird zumeist durch Bakterien verursacht, kann aber auch durch Pilzbefall., Insektenstich oder eine andere Verletzung (Verstauchung, Zerrung oder ähnliches) ausgelöst werden.
Eine Lymphangitis beginnt mit lokaler Spannung, leichter Schwellung, Schmerzen und Rötung, gelegentlich begleitet von Schüttelfrost und Fieber. Die Lymphangitis äußert sich hauptsächlich durch einen schmerzhaften roten Streifen, der unter der Haut sichtbar wird. Dieser Streifen stellt eine entzündete Lymphbahn dar. Der rote Streifen geht von dem Entzündungsherd aus und es befinden sich auch vergrößerte Lymphknoten im Abflussgebiet.
Es kann auch Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl (Unwohlsein) auftreten. Sie lässt sich in eine akute und eine chronische Verlaufsform unterteilen. Kommt es nach wiederkehrenden oder chronifizierten Lymphangitiden zu Lymphabflussstörungen, kann sich ein Lymphödem entwickeln.
Die Lymphangitis wird im Volksmund auch häufig als Blutvergiftung bezeichnet. Unter einer Blutvergiftung versteht man im medizinischen Sinne eine sogenannte Sepsis, bei der es sich um eine lebensbedrohliche Allgemeinerkrankung handelt. Lymphangitis kann sich sehr selten zu einer echten Blutvergiftung entwickeln, wenn die Infektion sich auf den Blutkreislauf ausweitet. Die Behandlung erfolgt bei einer bakteriellen Entzündung in der Regel mit Antibiotika. Darüber hinaus erfolgt die Therapie durch Ruhigstellen, Desinfektion, Kühlung und Hochlagern.