Lymphologicum

Schriftzug IB

Schmerz

Das Lymphödem als solches ist schmerzfrei. Nichts desto trotz beschreiben Betroffene häufig Schmerzen. Diese Schmerzen sind dann zumeist Spannungsschmerzen im betroffenen Gebiet oder aber Schmerzen, die aufgrund des Lymphödems entstehen können. Damit ist gemeint, dass aufgrund der Raumforderung durch die Schwellung bspw. Sehnen und Bänder gereizt werden, was dann zu Schmerzen führen kann. Auch aus dem Lymphödem resultierende statische Veränderungen wie Fehlhaltungen des Rückens können zu Schmerzen führen. Die Spannungsschmerzen reduzieren sich meistens unter der Behandlung automatisch, da die Schwellung abnimmt. Auch die orthopädischen Schmerzen reduzieren sich oft unter der Therapie, vor allem, wenn auch noch zusätzlich zur Manuellen Lymphdrainage gezielte bewegungstherapeutische Maßnahmen (Kräftigung der Muskulatur) durchgeführt werden. Schmerz ist grundsätzlich ein Warnsignal. So können Schmerzen im geschwollenen Gebiet auch auf bösartige Veränderungen/ Rezidive hinweisen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Schmerzen immer angeben und um Abklärung bitten.

Sicherheitsventilinsuffizienz

Die Sicherheitsventilinsuffizienz ist neben der Hochvolumen- und Niedrigvolumeninsuffizienz ein Entstehungsmechanismus eines Lymphödems. Das Lymphgefäßsystem verfügt über eine so genannte Sicherheitsventilfunktion. Das bedeutet, dass bei einem Anstieg der lymphpflichtigen Last, also der Lymphflüssigkeit, bspw. durch Verletzung automatisch die Lymphangiomotorik (also die Fähigkeit des Lymphsystems Lymphflüssigkeit abzutransportieren) erhöht wird. So wird eine Stauung der Lymphflüssigkeit im Gewebe verhindert. Es entsteht kein Ödem. Ist diese Funktion eingeschränkt, also kann das Lymphsystem den notwendigen Lymphtransport nicht erfüllen, z.B. aufgrund von Entzündungen oder venösen Erkrankungen, staut sich Flüssigkeit im Gewebe zurück, die Sicherheitsventilfunktion ist eingeschränkt, es kommt also zu einer Sicherheitsventilinsuffizienz. Dieser Mechanismus greift zum Teil auch bei der Entstehung eines Lipo-Lymphödems.

Stemmerschen Hautfalte

Bei der Stemmerschen Hautfalte handelt es sich um einen palpatorischen Test, der Hinweise auf das Vorliegen eines (eiweißreichen) Lymphödems gibt. Die Verdickung der Zehenhaut als Folge von Eiweißeilangerungen an den Zehen bei lymphostatischen Ödemen führt dazu, dass die Abhebbarkeit der Haut bzw. das Bilden einer Hautfalte erschwert bzw. unmöglich ist. Getestet wird zumeist an der 2. Zehe/ am 2. Finger. Bei einem Lymphödem ist der Stemmer positiv, d.h. es kann nur schwer oder gar nicht eine Hautfalte gebildet werden.

Symmetrische Lipomatose

Die symmetrische Lipomatose betrifft Hals, Schultern, Oberarme und Brust. Diese Fettansammlung kann nicht durch Diät und Bewegung reduziert werden.