Lymphologicum

Schriftzug IB

Papillomatosis cutis

Hierbei handelt es sich um eine Hautveränderung, die sich durch warzenförmige Hautgeschwulst auf der Haut zeigt. Es liegt hierbei eine kutansubkutane Lymphostase zugrunde, das bedeutet, dass unter der Haut die Lymphflüssigkeit nicht abtransportiert werden kann. Dadurch entwickeln sich diese Hautveränderungen. Diese und andere Hautveränderungen gelten als Komplikationen eines Lymphödems und treten zumeist erst in einem späten Stadiums (Stadium III) des Lymphödems auf.

Auch bei einem Lipödem können in Stadium V diese Hautveränderungen auftreten. Die Papillomatosen stellen oft eine Eintrittspforte für Keime dar und erhöhen somit das Erysipelrisiko. Durch Manuelle Lymphdrainage und vor allem im Rahmen der Kompressionstherapie können die Hautveränderungen positiv beeinflusst werden. Es kann aber auch sein, dass bei großer Ausprägung eine chirurgische Behandlung notwendig wird.

Phlebödem

Durch eine Venenerkrankung kommt es zu einer Schädigung der Venen und Venenklappen. Durch diese entstandene Venenschwäche (Insuffizienz) erhöht sich die Filtration aus den Gefäßen in das Gewebe und es entsteht ein eiweißarmes, tief dellbares Ödem. Auch anhand der Haut kann man ein ein seit längerer Zeit bestehendes Phlebödem erkennen, dies äußert sich in einer bläulichen bis bräunlichen Verfärbung vor allem der Unterschenkel. Die wichtigste konservative Behandlung des Phlebödems ist die Kompressionstherapie, entweder in Form von Kompressionsbandagen oder aber Kompressionsstrümpfen.

Wenn diese Ödeme aufgrund einer Venenschädigung über Jahre unbehandelt bleiben, wird auch das Lymphgefäßsystem geschädigt werden. Das Lymphgefäßsystem hat über Jahre mit seiner höchsten Leistungsfähigkeit versucht die erhöhte Gewebsflüssigkeit abzutransportieren. Dies hat nun zur Folge, dass auch das Lymphgefäßsystem selbst in seiner Leistungsfähigkeit sich verschlechtert und seine Leistung weiter abnimmt. Hier sprechen wir dann von einem Phleblymphödem (Sicherheitsventilinsuffizienz). Diese Ödeme sind nun eiweißreich und bilden sich über Nacht meist nicht mehr zurück. Therapie: Komplexe physikalische Entstauungstherapie