Lymphologicum

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Hautfaltenvertiefung

Bildet sich aufgrund einer verstärkten Ansammlung von Gewebeflüssigkeit ein Lymphödem in einem Gewebeabschnitt, so kann man dies anhand einer Schwellung sehen. Oft führen gerade bei massiveren Ödemen diese Schwellungen dazu, dass bereits vorhandene Hautfalten tiefer erscheinen bzw. deutlicher hervortreten. Dies ist zum Beispiel bei einem Armlymphödem an der Handgelenksfalte sichtbar. Auch dienen die vertieften Hautfalten als Beurteilungspunkt bei der sogenannten Inspektion (Sichtbefund) der Haut in der Diagnostik von Ödemen.

Hautpflege und -schutz

Wenn Sie ein Lymphödem haben, ist es ganz wichtig, dass Sie täglich Ihre Haut begutachten und sorgfältig pflegen. Schon kleine Risse oder Verletzungen bergen ein großes Infektionsrisiko, weil die Heilung infolge des Lymphödems sehr langwierig sein kann, Infektionen sich dagegen leicht ausbreiten.
Achten Sie insbesondere auf Hände und Füße, gehen Sie draußen nicht barfuß und tragen Sie Handschuhe, zum Beispiel bei Haus-, Garten- und Handwerksarbeiten. Führen Sie die Fuß- und Fingernagelpflege vorsichtig durch oder suchen Sie eine Fußpflege auf.
Benutzen Sie möglichst keine parfümierten Wasch- und Pflegeprodukte, weil diese die Haut reizen können. Bevorzugen Sie ph-neutrale Produkte. Wenn Sie Kompressionsbandagen oder -strümpfe tragen, ist die Feuchtigkeitspflege für die Haut wichtig.

Hautveränderung

Nicht jedes Lymphödem geht automatisch mit Hautveränderungen einher. Häufig ist die Haut, gerade bei kurzzeitig bestehenden Lymphödemen, nicht von Veränderungen betroffen. Zumeist klagen Betroffene über trockene Haut, ansonsten sind keine weiteren Veränderungen sichtbar. Ein unbehandeltes bzw. länger bestehendes Lymphödem verschlechtert sich im weiteren Verlauf häufig, wobei sich sein Umfang vergrößert und seine Konsistenz ändert. In fortgeschritteneren Stadien führt ein Lymphödem meist zu Hautveränderungen. So ist Stadium III des Lymphödeme durch ausgeprägte harte Schwellungen mit lobulären (lappenartigen) Formen und typischen Hautveränderungen definiert. Die Haut ist gereizt und wirkt entzündet. Auf den betroffenen Hautbereichen bilden sich Bläschen, Krusten und Schuppungen (Ekzeme). Dazu kommen häufig stoffwechselbedingte Störungen des Gewebes in der betroffenen Extremität. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Zerstörung der Hautschichten im Bereich des Lymphödems kommen, es bildet sich ein Ulkus.

Hochvolumeninsuffizienz

Diese Insuffizienzform sagt aus, dass das Lymphgefäßsystem gesund aber überlastet ist. Das heißt, die Leistungsfähigkeit des Lymphgefäßsystems ist nicht eingeschränkt aber die Flüssigkeitsmenge im Gewebe ist so groß, dass sie nicht bedarfsgerecht abtransportiert werden kann. Dies führt unweigerlich zu einem eiweißarmen Ödem, z.B. bei einem Phlebödem. Therapie: Kompressionstherapie in Verbindung mit Bewegung